Fotoaufgaben IG-Fotografie, Aufgabe 3

Letzte Woche haben wir ja begonnen, bei den Fotoaufgaben von IG-Fotografie mitzumachen. Auch diese Woche gibt es wieder eine Aufgabe, und zwar Aufgabe 3: Weniger ist mehr.

Zum Thema „Weniger ist mehr“ kann man nun sehr vieles schreiben und auch wir verwenden diesen Spruch gerne, gerade auch bei der Light Art-Fotografie.

Auch wenn das erst einmal widersprüchlich klingt, da man in der Light Art ja immer noch etwas zusätzliches ins Bild hineinbringt. Doch gerade deswegen gilt auch bei der Light Art „weniger ist mehr“! Denn es ist so: Wir suchen uns ein schönes Motiv. Dieses Motiv sieht für sich schon ganz gut aus, doch es fehlt uns noch „das Besondere“ – das, was unser Bild von den anderen hundert Bildern unterscheidet, die schon von diesem Motiv aufgenommen wurden. Daher denken wir uns einige coole Lichteffekte aus, die wir ins Bild bringen, ob nun ein paar Stencils, mit Taschenlampen gemalte Linien und Bögen oder einen spektakulären Feuerkreis.

Gibt es auf der einen Seite Lichtkünstler, die soviele Effekte wie möglich ins Bild bringen wollen, haben wir mittlerweile festgestellt, dass wir es auch gerne dezenter mögen und die Light Art mit dem Rest des Bildes verschmilzt und sich einfügt, statt hervorzustechen. In einem früheren Blogbeitrag hatte ich als schöne Beispiele dafür diese beiden Fotos ausgesucht:

Wir wollen aber auch die „konventionelle“ Fotografie nicht vernachlässigen. In der Fotoaufgabe von IG-Fotografie wird empfohlen, zum Beispiel nur einen Ausschnitt oder einen Teil des Ganzen zu fotografieren. Oder sich ein Motiv zu suchen und nur dieses Motiv wirken zu lassen, indem man um das Motiv herum viel Freiraum lässt.

Diese beiden Fotos sind an der Deutschen Nationalbibliothek und dem Bundesverwaltungsgericht entstanden. Statt des gesamten Gebäudes hat Peter hier nur einmal einen Teil der Fassade der Bibliothek aufgenommen und mit der Taube nur eine der vielen Figuren, die an den Wänden des Gerichts zufinden sind.

Dieses Bild vom Mond hatte ich am Völkerschlachtdenkmal aufgenommen, als wir mit den Jungs von Fotoduell dort waren. Ich hatte zuerst ein großes Foto aufgenommen, links sieht man das Denkmal, rechts Bäume und Hecken, und eigentlich sitzt noch jemand auf der Mauer. Als wir uns in der Nachbearbeitung das Foto angesehen haben, hat Peter mir den Tipp gegeben, es auszuschneiden. In der reduzierten Version ist die Wirkung vom Mond viel stärker. (Wir haben auch in Lightroom etwas an der Belichtung und Farbtemperatur „gedreht“). In der Wahl des Ausschnitts haben wir auch bewusst viel Himmel als Freiraum gelassen.

Hat man einmal nicht so viel schönen Freiraum wie hier, kann man das Motiv zum Beispiel auch dadurch hervorheben, in dem man mit Unschärfen arbeitet. Man wählt die Schärfentiefe so aus, dass sie auf dem gewünschten Motiv liegt und der Rest verschwimmt. Dies sieht man ganz gut auf diesen Bildern von Peter:

Eine schöne Form der Reduktion aufs Wesentliche finde ich persönlich auch die Schwarz-Weiß-Fotografie. Fotografiert man nicht gerade die farbig leuchtenden Wolken im Sonnenuntergang oder nimmt wie wir Light Art-Fotos auf, sind Farben doch oft eher unwesentlich für eine Bildaussage, wie zum Beispiel in einem Portrait: Dort sprechen uns oft der Gesichtsausdruck und die Augen des Menschen (oder auch von Tieren!) an, unabhängig davon, welche Haarfarbe derjenige nun hat oder ob er ein buntes Shirt trägt.

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