Wieder einer dieser Tage …

Liebe Freunde und Follower,

heute schreiben wir wieder einmal über etwas ernsthafteres. Wir haben uns in letzter Zeit wieder soviel ärgern müssen, dass wir beschlossen haben, hier einmal zu beschreiben, wie einige Leute und Organisationen mit uns umgehen. Denn so ein Verhalten finden wir einfach inakzeptabel und teilweise schon richtig dreist. Wir haben aber beschlossen, keine Namen zu nennen, weil wir hier niemanden anschwärzen wollen, sondern einfach einmal unsere Erlebnisse und unsere Sicht der Dinge schildern möchten. Vielleicht habt ihr ja auch schon ähnliches erlebt. Wie geht es euch damit?

Da wir noch ein sehr junges Unternehmen sind, sind wir darauf angewiesen, bei Unternehmen „anzuklopfen“ und unsere Dienstleistungen anzubieten.

Was uns sehr oft passiert und wirklich nervt, ist wenn Leute gar nicht erst auf Emails oder Nachrichten auf ihren Social Media-Kanälen reagieren. Dabei würde es uns schon ausreichen, wenn man eine simple Eingangsbestätigung schickt, wie „Ja, wir haben eure Nachricht bekommen und werden darüber nachdenken und uns melden“, „Wir haben ihre Nachricht an Mitarbeiter / Abteilung XY weitergeleitet“ bzw. bei keinem Interesse dies einfach zu sagen, dass im Moment kein Interesse oder kein Bedarf besteht. Eine kurze Nachricht genügt da völlig und kostet den Schreiber auch nicht soviel Zeit. Uns ist klar, dass Unternehmen natürlich sehr viele Emails erhalten, und wir sicher nicht die einzigen sind, die mit ihnen in Kontakt treten und gehen daher auch mit keiner allzu großen Erwartungshaltung ran, wenn wir E-Mails an große Unternehmen schicken. Aber es gehört nun einmal zu deren Aufgabe und zu unserer Vorstellung von Höflichkeit, Anfragen auch zu beantworten.

Auch den Social Media-Auftritten einiger Firmen und Organisationen merkt man an, dass hier die sozialen Medien nach wie vor nicht richtig ernst genommen werden. So haben wir eine Leipziger Organisation mehrfach versucht, über deren Facebook-Auftritt zu kontaktieren. Nach einigen vergeblichen Kontaktversuchen sind wir einmal persönlich zur Geschäftsstelle gegangen und haben nachgefragt. Dort wurden wir sehr unfreundlich abgespeist. Allerdings bekamen wir daraufhin eine Antwortmail, die uns auf eine Ansprechpartnerin verwies, mit der wir einen Termin ausmachen konnten. Im zweiten Anlauf (beim ersten Termin standen wir vor verschlossenen Türen!!) klappte es endlich mit einem persönlichen Treffen. Nebenbei erfuhren wir, dass deren Social Media-Accounts von einer Agentur betreut werden und sie selbst gar nichts damit zu tun haben… Dort hätte man doch wenigstens einen Kontakt angeben können für Anfragen, damit diese an die zuständigen Mitarbeiter weitergeleitet werden können. Stattdessen werden diese einfach ignoriert. Unglaublich.

Ein ganz anderes Erlebnis war unser Treffen mit einer Mitarbeiterin einer Zeitung, bei der wir zum Interview eingeladen waren. Zuerst einmal hat es sehr lange gedauert, bis wir überhaupt einen Termin hatten. Wir kamen dann wie gewohnt mit unserem Equipment und brachten auch unser Portfolio mit, um Beispielfotos zeigen zu können. Es war Samstag nachmittag und wir saßen quasi allein in der Redaktion. Die Redakteurin stellte uns einige allgemeine Fragen und ließ uns hauptsächlich erzählen. Wir ließen sie unser Portfolio ansehen und erklärten anhand unserer mitgebrachten Werkzeuge, wie einzelne Effekte entstehen. Auch zu unserer „Entstehungsgeschichte“ erzählten wir, wie wir zum Fotografieren und zur Light Art gekommen sind und wie wir uns als Gruppe zusammengefunden haben. Das ganze Interview nahm bestimmt eine Stunde in Anspruch und am Ende stellte die Redakteurin fest, dass sie wohl an ihrem Smartphone die Aufnahmefunktion nicht richtig eingestellt hatte und somit gar nichts aufgenommen wurde. Sie meinte aber, ihre Notizen würden ausreichen und selbstverständlich boten wir ihr an, dass sie zu allem noch einmal nachfragen kann.

Nach einiger Zeit erhielten wir einen Entwurf ihres Artikels, der fast nur aus Fehlern bestand, fast alles hatte sie verwechselt oder genau anders verstanden. Peter schrieb ihr eine Mail und erklärte darin noch einmal alles richtig. Danach kam wochen- und monatelang keine Rückmeldung, auch nicht auf Nachfrage, und in der Zeitung sahen wir nichts. Als wir die Hoffnung schon längst aufgegeben hatten, bekamen wir dann doch noch eine Antwort. Sie entschuldigte sich damit, dass zuerst der Chef auch nicht mit dem Artikel zufrieden war und sie das überarbeiten musste. Dann war sie ja erst einmal im Urlaub und auf Fortbildung und dann sei das irgendwie untergegangen, außerdem sei sie jetzt sowieso in einer anderen Abteilung. Sie wollte sich aber darum kümmern, dass der Artikel noch veröffentlicht wird. Auch fragte sie nach einem Foto von uns, das sie veröffentlichen könnte – dabei hätte sie doch ein Foto machen können, als wir beim Interview waren.

Mittlerweile war aber vieles, was wir ihr im Interview erzählt hatten, schon gar nicht mehr aktuell: wir waren nach Leipzig gezogen, hatten unser Label neu gegründet, eine neue Webseite, und so weiter. Das schrieben wir ihr auch und bekamen nur die Antwort, sie will es sich einmal ansehen. Bisher ist nichts weiter passiert.

Wir haben aber nicht nur schlechte Erfahrungen gemacht, gerade bei den Medien von hier fühlen wir uns sehr gut angenommen: wir hatten tolle Interviews mit der Mitteldeutschen Zeitung und vor allem mit dem LVZ Sonntag. Auch die Social Media-Redaktion der LVZ reagiert immer sehr schnell auf Anfragen und Nachrichten, im Gegensatz zu vielen anderen Medien, die diese anscheinend nicht ernst nehmen. Sehr begeistert sind wir auch von Leipzig Travel, dem Stadtmarketing Leipzigs, die auf allen Social Media-Kanälen sehr aktiv sind, immer schnell antworten und so tolle Aktionen wie das Instameet ins Leben rufen, um die Stadt für junge und kreative Menschen attraktiv zu machen. Hier könnten sich andere ein Beispiel nehmen.

Wir finden es sehr schade, dass es immer noch so viele Unternehmen und Organisationen gibt, die keinen oder nur sehr wenig Wert auf eine gute Kommunikation nach außen legen, ob nun in den sozialen Medien oder in E-Mails. Anscheinend sieht man nicht, wie wichtig es ist und merkt nicht, dass man hier auch potentielle Kunden verprellt und die Chance auf Kooperationen vertut. Mittlerweile spielen gerade Social Media für viele Menschen eine wichtige Rolle im Leben, und für viele sind diese auch die bevorzugten Kommunikationskanäle. Das Konzept der Social Media ist ja gerade, mit anderen in Kontakt treten zu können. Wenn ich einen Account einrichte, muss ich damit rechnen, dass die Leute versuchen werden, mich zu kontaktieren und kann diese nicht einfach „abwürgen“ oder ignorieren. Zumindest sollte man sie an einen Ansprechpartner verweisen, wenn man selbst Fragen nicht beantworten kann.

Es könnte so einfach sein. Einfach nur mit dem zeitnahen Beantworten von Mails und Anfragen auf anderen Kanälen kann man schon einen guten Eindruck für sich und sein Unternehmen erzielen. Dabei sollte es doch selbstverständlich sein.

Öffnet man einen Kommunikationskanal, muss man auch darüber kommunizieren. Wenn jemand bei der eigenen Firma anruft, zieht man doch auch nicht den Stecker oder geht nicht ans Telefon. Viele Unternehmen müssen anscheinend erst noch begreifen, dass E-Mails und Nachrichten auf ihren Social Media-Kanälen dem gleichwertig sind und jeder, der sich die Mühe macht, eine Nachricht an sie zu verfassen, auch eine Antwort verdient hat. Wenn man dazu keine Zeit und Lust hat, muss man eben jemanden dafür anstellen (und wenn es nur ein Praktikant ist) oder diesen Kanal wieder schließen. Aber das Internet scheint hier wirklich noch Neuland zu sein.

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