Interview mit dem LVZ-Sonntag

Noch im letzten Jahr hatten wir an einem kalten Dezembertag ein Treffen mit zwei Journalisten der LVZ, die an einem Artikel über Light Art arbeiteten und sich für unsere Fotografie interessierten. Die LVZ hatte vorher schon öfter auf Facebook Bilder von uns geteilt und wir freuten uns sehr, als wir einen Anruf mit einer Interviewanfrage für eine Reportage bekamen.

Wie schon bei der MZ wollten wir natürlich unser Können zeigen und auch während des Interviews beeindruckende Fotos machen. Wir suchten daher nach einer tollen Location zum Fotografieren und konnten über die Hochschule eine alte Industriehalle organisieren. Auf dem Gelände der Hochschule Merseburg gibt es mehrere alte Industriehallen, die größtenteils leerstehen, da sie von der Hochschule nicht mehr genutzt werden. Wir bekamen eine Halle zur Verfügung gestellt, in der noch einige Pumpen und Anlagen stehen, die von einem Professor teilweise noch für Versuche genutzt werden. Dort konnten wir fotografieren und die Journalisten der LVZ empfangen. Die alte Halle erwies sich als sehr praktisch, denn einerseits konnten wir die Lichtsituation gut kontrollieren, da wir das Licht komplett abschalten konnten so dass es dunkel war und andererseits war es etwas wärmer und windgeschützter als draußen.

Da die Halle etwas schwer zu finden war zwischen den alten Industrieanlagen, wickelten wir einen Lichtschlauch um die Laterne, sodass man gleich sehen konnte, wo wir sind. Peter und Guido kamen auch schon etwas vor dem verabredeten Termin, um in der Halle alles vorzubereiten. Als die beiden von der LVZ ankamen, waren sie auch beeindruckt, dass der Fotograf nicht nur Stativ und Fernbedienung dabei hatte, sondern gleich 2 Kameras. Denn, wie wir erfuhren, benötigt man als Journalist immer eine „backup-Kamera“, falls die Kamera kaputtgeht oder nicht mehr funktioniert.

Da ich noch Vorlesung hatte, kam ich etwas später dazu, als Peter und Guido schon im Interview waren und unsere Light Art-Werkzeuge erklärten. Wir beantworteten Fragen zu uns, dem Studium und unserer Arbeit und der Fotograf machte nebenbei einige Bilder von uns und unserem Werkzeug. Wir erklärten im einzelnen ausführlich, wie wir unsere Werkzeuge bauen und wofür wir sie verwenden. Denn vieles gibt es so nicht zu kaufen und wir stellen unsere Light Art-Werkzeuge selbst her.

Im Vorfeld hatten wir uns schon einige Motive überlegt, wofür wir jetzt nur noch unsere Kamera und das Werkzeug aufbauen mussten, auch dabei schauten die beiden interessiert zu und machten einige Fotos. Danach stellten wir das Licht ab und konnten mit unserer Light Art beginnen. Als erstes hatten wir uns eine Stelle ausgesucht mit vielen kleinen Rohren im Hintergrund, die wir farbig beleuchteten und stellten einen Orb davor. Auch der Fotograf stellte seine Kamera neben unserer auf und fotografierte alle Motive mit. Wir erklärten dann jeweils auch unsere Blendeneinstellungen und wann man die Linse abdecken muss, damit keine Lichtspuren entstehen, wenn man z.B. den Orb aus dem Bild trägt.

IMG_9917

Orb in alter Industriehalle

In der Halle gab es noch einen angrenzenden Raum mit einer Pumpe, den wir sehr interessant fanden und dort ein weiteres Bild aufnehmen wollten. Wir suchten uns eine Position für die Kameras und die Scheinwerfer, mit denen wir den Raum ausleuchteten. Um etwas besonderes und effektvolles vorführen zu können, entschlossen wir uns, in diesem Raum ein Eisenrad zu erstellen. Wie wir schon in unserem Beitrag dazu geschrieben haben, ist dabei höchste Vorsicht geboten vor allem wenn man sich in Innenräumen aufhält. Danach deckten wir die Linsen kurz ab und zauberten danach noch mit dem Stencil einige Blitze ins Bild, denn die Idee hinter dem Motiv war, eine Art Stromgenerator darzustellen.

Feuerring und Stromblitze in einer alten Industriehalle

Feuerring und Stromblitze in einer alten Industriehalle

Außer diesen zwei entstanden noch weitere tolle Fotos an diesem Abend und es war auch für uns interessant, sich mit den beiden auszutauschen und zu erfahren, wie ein journalistischer Fotograf arbeitet.

Nun ist heute der Beitrag im LVZ-Sonntag erschienen. Der LVZ-Sonntag gehört zur Leipziger Volkszeitung und ist eine App speziell für Tablet-PCs. Unter http://www.lvz-sonntag.de/Neu-im-LVZ-Sonntag-Knallerei-mit-Boellern-und-Sektkorken-2071630734.html könnt ihr eine Zusammenfassung der heutigen Themen sehen, und wenn ihr ein Tablet habt, die App kostenlos herunterladen. Wir haben uns sehr gefreut und waren positiv überrascht, als wir die Reportage gelesen haben, denn sie beschreibt sehr gut, wie wir wirklich arbeiten und wir bedanken uns bei Dirk und Jane für den tollen Beitrag!

Advertisements

Ein Kommentar

Verfasse einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s